Anzeichen von Ratten im Haus, Garten oder Keller

Da Ratten im Allgemeinen sehr scheu sind und sich vornehmlich nachts auf Futtersuche begeben, wird ein Rattenbefall nur in den seltensten Fällen durch die Sichtung von Tieren bemerkt. Wenn man in Haus oder Garten tatsächlich am helllichten Tag einer Ratte begegnet, so ist bereits von einer Rattenplage größeren Ausmaßes auszugehen.
Um einer umfangreicheren Ansiedlung von Ratten rechtzeitig zu begegnen und die Gesundheitsschädlinge frühzeitig bekämpfen zu können, gilt es, auf verschiedene Anzeichen eines Befalls zu achten.

Die „Hinterlassenschaften“ der Tiere

Auffälligster Hinweis auf die Anwesenheit von Ratten ist ihr Kot. Besitzt dieser ein spindelförmiges Aussehen und wird in kleinen Grüppchen aufgefunden, so handelt es sich um Wanderratten. Bei Hausratten sind die Ausscheidungen leicht gebogen und verstreut. Von noch weichem Kot kann man auf einen aktuellen Befall schließen.

Ratten haben die Angewohnheit, immer feste Laufwege zu benutzen. Im Haus entstehen dabei auf die Dauer Schmierspuren. Bei Kontakt mit Wänden, Zimmerecken oder Dachbalken hinterlassen die Tiere ständig geringe Mengen an Körperfett. Wenn sich dieses mit Staub oder Schmutzpartikeln vermischt, entstehen die typischen braunen, Wischspuren. Im Freien erkennt man die Besiedelung durch Ratten an ihren „Trampelpfaden“. Gerade wenn es sich um eine größere Population handelt, zertreten sie Gras o. ä. durch die häufige Benutzung ihrer Wege, so dass sie schließlich auf der blanken Erde laufen.

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Da die Weibchen 6 – 8 Mal pro Jahr Junge zur Welt bringen, brauchen Ratten an einem neuen „Wohnort“ ziemlich bald Nester. Bei Hausratten bauen sie diese möglichst weit oben im Haus, z. B. auf dem Dachboden. Sie bevorzugen warme Stellen und polstern ihr Heim häufig mit Textilien oder anderen weichen Materialen aus.
Wanderratten nisten meist in Erdhöhlen, gerne unter dem Komposthaufen oder der Terrasse. Die Eingänge ihrer Bauten weisen ungefähr einen Durchmesser von 5 cm auf.

Weitere unangenehme Hinweise auf Ratten

Gut zu erkennen sind die Nagespuren dieser Materialschädlinge. Mit ihren kräftigen Zähnen, die zudem ständig nachwachsen, kommen sie mit beinahe jedem Material zurecht, wobei sie häufig Elektrokabel und -anlagen beschädigen, was einen Kurzschluss verursachen kann. Die Nagespuren bestehen aus zwei parallelen Rillen, die etwa einen Abstand von 4 mm haben. Bei frischen Spuren findet man in der Regel auch Fraßmehl.
Außerdem verströmen Ratten einen beißenden, an Ammoniak erinnernden Geruch, der von Menschen als sehr unangenehm empfunden wird. Ratten benutzen diesen „Duft“, um Wege zu markieren sowie als Erkennungszeichen untereinander. Besonders in geschlossenen Räumen stellt der starke Geruch ein untrügliches Zeichen für einen Rattenbefall dar.

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