Die Rattenbekämpfung im Überblick

Ratten verursachen nicht nur kostspielige Materialschäden, sondern können auch Überträger zahlreicher gefährlicher Krankheiten sein. Daher darf ein Rattenbefall im Siedlungsbereich nicht geduldet werden. Doch wie befreit man sich von der Plage?

Rattengift

Die Bekämpfung mit Rattengift ist vor allem bei größeren Populationen das Mittel der Wahl. Beim Auslegen der Köder ist darauf zu achten, dass weder Kinder noch andere Tiere darauf Zugriff haben. Daher werden die Köder in speziellen Köderboxen befestigt. Die Wirkung modernen Rattengifts basiert auf Cumarinen, welche die Vitamin-K-Synthese in der Leber unterbinden und so die Blutgerinnung hemmen. Der Tod tritt daher meist aufgrund innerer Blutungen ein. Rattengift wirkt zeitverzögert, da Ratten sehr schlaue Tiere sind, welche neues Futter stets durch ein älteres Tier „vorkosten“ lassen. Wenn diese Ratte aber erst viele Stunden später verendet, so können die Nager ihren Tod nicht mehr mit dem Fressen des Köders in Verbindung bringen.

Fallen

Bei nur geringem Rattenbefall durch einzelne Tiere kann auch auf Rattenfallen zurückgegriffen werden. Im Handel sind Schlag- und Lebendfallen erhältlich, welche idealerweise ganz klassisch mit Brot oder Speck bestückt werden. Lebendfallen müssen aus Gründen des Tierschutzes regelmäßig kontrolliert werden. Des Weiteren werden auch Elektrofallen angeboten, bei denen die Ratten durch einen elektrischen Impuls getötet werden.

Kammerjäger

Wenn die Selbsthilfe nicht erfolgreich war oder es sich um eine regelrechte Rattenplage handelt, bedarf es der Unterstützung durch einen professionellen Kammerjäger. Auch er bekämpft die Ratten in der Regel durch das Auslegen von Fraßködern. Seit dem 1. Januar 2013 darf hochwirksames Rattengift nur noch von Personen gekauft und verwendet werden, welche einen Sachkundenachweis vorlegen können. Zu diesem Personenkreis zählen auch Kammerjäger. Daher besitzt deren Tätigkeit eine deutlich höhere Effektivität als die von Laien. In sehr seltenen Fällen begasen die professionellen Schädlingsbekämpfer auch betroffene Räumlichkeiten. Bei Wohnhäusern wird diese Methode jedoch nicht angewandt. Kammerjäger geben auch Tipps zur Prävention und nehmen mechanische Sicherungsmaßnahmen an Gebäuden vor.

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Tipps vom Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt hat eine Liste von Tipps zusammengestellt, die eine Rattenplage im Haushalt vermeiden soll.

  • Keine Lebensmittel und -reste durch die Toilette entsorgen
  • Keine Nahrung achtlos wegwerfen
  • Nahrung unzugänglich für Nager aufbewahren
  • Für Ratten zugängliche Bereiche aufräumen um den Unterschlupf zu entziehen
  • Vogelfütterung (z. B. Enten und Tauben) unterlassen
  • Richtige Kompostierung

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