Ratten und Rattenplage

In Deutschland sind vor allem die Wander- sowie die Hausratte für Rattenbefall im Siedlungsbereich verantwortlich. Handelt es sich zu Beginn der Misere meist nur um einige wenige Tiere, so kann sich aufgrund der starken Vermehrung der Nager rasch eine regelrechte Plage entwickeln: Ratten sind bereits im Alter von sechs Wochen geschlechtsreif. Die Weibchen bekommen im Jahr etwa 6 – 8 Mal Nachwuchs, wobei jeder Wurf aus 5 – 18 Jungen bestehen kann.

Gefahren einer Rattenplage

Ratten führen durch ihre Nagetätigkeit Defekte an Kabeln und elektrischen Anlagen hervor, was zu Kurzschlüssen führen kann. Außerdem verursachen sie Nageschäden an Einrichtungsgegenständen oder Gartenmöbeln. Aufgrund ihrer immensen Wühltätigkeit kommt es auch immer wieder zum Absacken von Beton- oder Pflasterflächen. Darüber hinaus gelten Ratten als Gesundheitsschädlinge, über deren Kot und Speichel zahlreiche Krankheiten auf Menschen und Haustiere übertragen werden können. Ratten schleppen nicht nur Parasiten ein, von ihnen geht auch eine besondere Ansteckungsgefahr von Tollwut, Bandwürmern, Tuberkulose und Salmonellen aus.

[Adsense]

Vorbeugemaßnahmen

Beherzigt man einige Vorsichtsmaßnahmen, kommt es in der Regel erst gar nicht zu einer Rattenplage. Um einen Befall des Hauses oder der Wohnung zu verhindern, empfiehlt es sich, Gebäudemängel zu beseitigen, z. B. durch Abdichtung von Türritzen oder von Maueröffnungen für Versorgungsrohre. Auch sollten sämtliche Kanalisationseinrichtungen gesichert werden, so sind beispielweise spezielle Rückstauklappen für das Abwassersystem erhältlich. Speisereste über die Toilette zu entsorgen, hat sich als ungünstig erwiesen, da die Essensreste in der Kanalisation den Ratten als Futter dienen und diese so anlocken. Mülltonnen werden idealerweise mit einem Deckel verschlossen. Gartenbesitzer sehen außerdem besser davon ab, gekochte Speisereste auf dem Kompost zu entsorgen.
Wenn es trotz aller Präventivmaßnahmen zu einer Rattenplage gekommen ist, so können die Schädlinge auf mehrere Weisen bekämpft werden: Im Handel sind Lebend- und Schnappfallen erhältlich. Giftige Rattenköder werden häufig in speziellen Boxen angeboten, um die Gefahr für Haustiere zu reduzieren. Andere Geräte funktionieren auf der Basis von Ultraschall, welcher die Tiere aus Haus und Garten vertreibt. Bei einer extremen Rattenplage sorgt ein Kammerjäger für Abhilfe. Er versteht sich z. B. darauf, die Giftköder tief im Rattenbau zu versenken, damit diese nicht versehentlich ein Haustier Schaden kommen lassen.

Ihre Meinung ist uns wichtig

*